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Microkredite – Altruismus oder big money?

By 28. Juli 2010 No Comments

Mikrokredite – Altruismus und Social Innovation?
Oder der neue schnelle Markt für Finanzinvestoren?

If you speak a bit of English – have a look here: Before we think about the article – get some insight and pictures about people in the world. About poor people and rich people, about our view of development from yesterday and how it really is today.

See the wonderful video of 3.52 minutes of Swedish Hans Rosling, a health and data specialist of Stockholm, Karolisnka Institut. He is the founder of www.gapminder.org to spread his ideas in the internet. Great how easy he explains with Lego – real Scandinavian :-). And if you have some more time see this – 20 min Hans Rosling at TED.

Nun die Herausforderung: Ist es wieder die Gier – die die Märkte treibt und die Armen zum Konsum anreizt auf Kredit? Ist es eine Blase die wir aufbauen, die auch bald platzen wird, weil niemand 30 % Zinsen verkraften kann, vor allem nicht die ärmsten der Welt? Ich glaube, es liegt an der Wertschöpfung, die man mit einer Nähmaschine, einem Getränkeshop und einem Taxi schaffen kann. Wird das Cash für Aktiva eingesetzt – also Produktionsmittel – oder für Konsum? Das ist doch die Frage.

Bisher war es eher so: Die Frauen bekamen den Kredit (damit es nicht gleich in ein Motorrad umgesetzt wird) und sie investieren in Produktionsmittel. Von dem Gewinn wird der Kredit zurückgezahlt und die Kinder erhalten Nahrung (Gesundheit) Bücher und Schule. Das ist der Produktionsfaktor zwei: Human Capital. Das sichert ihre Rente (immer noch sind es die Kinder) und der Return on Invest dauert lange. So und nur so haben sich viele Dörfer entwickelt, daher stammen viele Stories der Start-up’s. Das Risiko liegt bei den Müttern, die auf Konsum verzichten und in ihre Kinder investieren. Knowledge Society, ein Job mit IT und Internet.

Zurück zur Frage:
Ist Microkredit Altruismus oder doch Big Money? Hier eine Zusammenfassung der Diskussion im Artikel Handelsblatt am 28.07.2010

Contra

„Mikrokredite sind nicht zur Profitvermehrung renditehungriger Anleger da“, sagt Muhammad Yunus, der vor 30 Jahren in Bangladesch die Idee der Kleinstdarlehen begründet hat. 2006 bekam er dafür den Friedensnobelpreis. Jetzt sieht er sein Lebenswerk in Gefahr.

Pro

Aber der Inder Vikram Akula, Inhaber eines amerikanischen Passes und ehemaliger McKinsey-Berater, hält die Kritik für nicht mehr zeitgemäß. Er pariert mit Zahlen der Weltbank. Demnach klafft allein in Indien eine Lücke von 51 Mrd. Dollar zwischen dem Bedarf nach Mikrokrediten und dem Angebot. Einzig am Kapitalmarkt könne man das Geld für die Armen eintreiben

Potential

Bereits seit einigen Jahren haben Private-Equity-Fonds und Banken den jungen Markt mit weltweit rund 44,30 Mrd. Dollar Darlehensvolumen und 1 500 registrierten und zertifizierten Instituten als lukratives Anlageziel entdeckt. In Indien ist das Potential mit 4,7 Millarden US$ angesetzt.

Situation heute

Sie alle setzen auf ein Geschäftsmodell, dessen einzige Sicherheit die soziale Kontrolle ist. Die Kredite werden zwar individuell ausgezahlt, meist an Frauen. Aber die Haftung liegt bei einer Schuldnergruppe, der in der Regel fünf bis zehn Personen angehören. Die Rückzahlungsquote ist oft phänomenal. Bei SKS etwa liegt sie über 99 Prozent.

Hintergrund

Der Ökonomieprofessor Muhammad Yunus aus Bangladesch hat vor 30 Jahren Mikrokredite an 30 Korbflechterinnen vergeben. Das war der Start. Seit 2004 stieg das Volumen der Darlehen weltweit um jährlich 40 Prozent. Der größte Markt ist Indien.

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