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Projektmanagement mit Simulation aktivieren

By 21. Januar 2018 No Comments

Wie vermitttelt man eine Erfahrung?
Man spricht darüber.
Wie lernt man?
Man macht Erfahrungen und spricht darüber.
Wie behält man Gelerntes?
Man verbindet Emotionen damit.

Screenshot from Celemi Video Workshop IMB Lausanne

Translation easy by www.deepl.com

Lernen findet gemeinsam statt. Von Mensch zu Mensch. Wenn es Erlebnisse sind, die zurückliegen, dann auch in der Rückschau, im Nacherleben, im Erzählen. Dann ist es wichtig, dass jemand darauf antwortet, reagiert, fragt. Im Dialog fragt man sich dann: „Ist das normal, passiert so was immer?“ – Jemand antwortet dann vielleicht „klar, das ist ein Muster, die ticken am Anfang immer alle so.“

In einem Experiment hat der Lernexperte Celemi mit der Businessschool IMD in Lausanne folgendes gemacht: Die Projektmanager wurden in die Situation der Simulation geschickt – ohne Moderation – einfach nur so. Sie haben alle wie wild aufeinander eingeredet – und jede Gruppe hatte eine andere „Erlebniswelt“.

Screenshot from Celemi video

Das Video zeigt es ganz deutlich … viel Kommunikation. Wenn die Logik gut aufgebaut ist, dann funktionieren Dialog-Simulationen von ganz alleine.

Screenshot from Celemi video

Das ist die erste Ebene des Lernens – bei der zweiten Ebene unterstützt der Facilitator den Prozess – durch Fragen – durch Sichtbarmachung, dass jeder Tisch andere Erkenntnisse hat und auch andere frühere Erfahrungen. Es geht dann darum, diese zusammenzutragen und ein Muster zu erkennen – warum passiert so was hier? In welcher Projektphase muss ich als Projektleiter eingreifen und den Rahmen festzurren, wann büchsen mir die Entwickler aus – wo muss ich externe Fragen abfangen? Gemeinsam reflektieren braucht einen Moderator oder Facilitator – besonders bei grossen Gruppen. Vielleicht können sich 4-5 Leute selbst organisieren, aber es ist nicht immer leicht, von dem Erlebten auf eine höhere Ebene zu gehen. Deshalb sehe ich meine Rolle als Facilitator auch darin, genau die Reflection anzufachen und gute Fragen zu stellen – auch im Transfer auf die Realität. Wenn es dynamisch zugeht, muss ich auch manchmal den Schiedsrichter spielen, weil ja jeder Recht haben will – aber es gibt kein echtes Richtig oder Falsch. Verhalten ist abhängig vom Kontext – es gibt im Projektmanagement keine festen Regeln – aber Prinzipien. Den feinen Unterschied muss man dann herausarbeiten. Gemeinsam.


Nach dem bekannten Spruch: You see what you know – auch hier: Wenn man sich die Schritte bewußt macht, sein Wissen einbaut, dann erkennt man in Zukunft auch schneller, was hier gerade passiert. Dafür muss ich es aber einmal auf einer Meta-Ebene besprochen haben (Kognition) – geteilt haben und verdichtet haben. Wenn dieser Prozess Spaß macht, aktiviert, Diskussionen auslöst, dann ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass die Personen das behalten. Nur lesen und abhaken – behält man vielleicht für einen Tag.

Dabei hilft die Simulation Celemi Cayenne – und man kann viel lernen – ein kleiner Einblick in unserer Insider Talks unter Facilitatoren auf linkedin:

Tracy McEachern Better understanding and a process for managing the relationship and political dynamics that impact the operational and business outcomes of key initiatives with practical application to „real life“ projects that the participants bring in as pre work.