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Das Gute an der Krise

By 17. Februar 2009 No Comments

Zunächst sind alle betroffen, ob mit viel oder wenig Geld, aber das Wohlersparte der letzten Jahre oder das kleine Erbe – geschrumpft auf 70 % oder mehr. Ein  Maßstab verliert seinen Wert, einfach so. Das Gute daran ist, wenn man das so sehen darf, dass es andere Werte wieder in den Fokus rückt: Spaß, Freunde, Vertrauen, Trost, Gemeinschaft…. teilen, einladen, geben, schenken. Mich hat das gestern richtig gerührt, als ich im Radio den Beitrag über die junge Palästinenserin gehört habe, die einfach in Palästina helfen wollte und spontan per SMS eine Spendenaktion ins Leben gerufen hat, die über die ganze Republik schwappte und mit einer Riesenaktion und 40 Tonnen Hilfsgütern in Düsseldorf endete. Auch der Bericht im Handelsblatt heute, von der Professorin Noreena Hertz aus Rotterdam, ging in die gleiche Richtung. Diese Krise des Kapitalismus – sie nennt es Gucci-Kapitalismus – könnte tiefgreifende Änderungen auslösen. Das erinnert alles ein wenig an die Kritik des Amerikan Way of Business – der ja ausführlich im Buch „Die Amerikanisierungsfalle“ von Professor Ulrike Reisach besprochen wird, dass wir Amerika nicht einfach kopieren sollten. Mit Obama hat auch dies eine kleine Wendung genommen und Verantwortung und Angemessenheit werden auch in USA heftig diskutiert.

 

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