Wieder fand in Köln die Messe „Zukunft Personal“ statt. Ein Überangebot an Ausstellern und Vorträgen, keine Chance ohne Plan. Meine Stationen waren Tycoon Systems und MDI aus Wien. At Tycoon International

Andrea Weber und ich sind immer auf der Suche nach neuen Projektmanagement Simulationen und baten Thomas Lehnert, uns sein neuestes Projekt vorzustellen. Er zeigte uns eine Simulation für eine amerikanische Baufirma, deren Thema im Moment ist, wie man aus 100.000 Bewerbern im Jahr die richtigen 2000 herausfiltert. Es geht nicht um gute Noten und Kenntnisse, sondern um das Verstehen des Projektgeschäftes, das ständige wandern mit dem Einsatzort und die hohe Flexibilität die gefordert wird, um diese anspruchsvollen Projekte zu managen. Deshalb ging es in erster Linie darum, die Kultur und den Speed der Firma einzubauen. Die Teilnehmer erhalten einen Online-Zugang und sitzen an ihrem Computer. Es gibt keinen Facilitator oder Peer-Group. Deshalb wurden auch viele Filme in das Programm eingebaut, um die Atmosphäre der Baustellen einzufangen und die Dimensionen von Rohren und Material richtig zu vermitteln. Nach jedem Projektabschnitt hiess es: Umziehen. Die nächste Herausforderung ist 600 km weiter südlich. Nach allen drei Projektabschnitten ist den Teilnehmern klar, warum es bei der Firmat geht und was an Arbeit und Anspruch real ist. Das System zielt auf self-selection aus – wer dann noch dabei ist und will, der bekommt ein Gespräch. Weitere Projektsimulationen helfen Firmen bei der Einführung von SAP-Software-Produkten in die eigene Firma. Ein Thema, um das fast keine Firma herumkommt. Der Einstieg wird leichter, wenn das Implememtierungsteam und die wichtigsten Stakeholder schon mal grob wissen, was auf sie zukommt und wie alles zusammenhängt. Aber Tycoon macht auch andere Simulationen und zwar genau wie im Unternehmen: Kennzahlen steuern und die Bilanz verrät wo Kapital steckt. Ob Hotel, Handel oder Automobilindustrie, passgenau wird die Simulation angepasst, wenn der Standard nicht ausreicht. Alles per PC und auf mehrere Ebenen scallierbar. Ich arbeite bereits auf einigen Projekten mit Tycoon Systems zusammen und sehe hier viel Potential für advanded facilitation.

MDI aus Wien hatte eine andere Überraschung für die Messe: einen Partner. Für mich besonders: Dieser Partner PROMOTE ist ein schwedisches Unternehmen aus Stockholm und hat mit einer Cloud-Plattform eine Struktur geschaffen, die Trainingsanbietern ermöglichen, ganze Programme abzubilden. So kann dem Teilnehmer vor dem Start bereits per Video vermittelt werden, wie der Trainer/in aussieht und worüber man schon mal nachdenken sollte. Ebenso kann man Literatur oder andere Filme anhängen. Der Teilnehmer erstellt ein Selbstportrait: Was kann ich und was will ich noch lernen? Das spricht er auch mit dem Vorgesetzten durch und macht auch deutlich, wo es im Seminar hingehen sollte. Trainer, Teilnehmer und Vorgesetzter haben auf das Modul Zugriff und können den Einzelnen und die Gruppe über einen Zeitraum beobachten und steuern. Auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Trainer ist so leichter, da die Kommentare über gut und weniger brauchbar klare Zeichen setzen, wohin die Gruppe steuert. Somit bietet MDI nicht nur Leadership-Programme an, sondern auch die Steuerung durch eine Cloud. Die IT Abteilung des Kunden braucht sich eigentlich nicht darum zu kümmern und die HR-Abteilung auch nicht – man sollte es nur benutzten. Aber im Zeitalter von Facebook ist dieses Modul einfach zu handhaben und erklärt sich selbst. Ich bin schon gespannt, wenn ich es im Frühjahr mit Masche Ibeschitz bei Mondi einsetzen kann. Von so etwas habe ich die letzte Zeit öfter geträumt. Nun ist es da. Herrlich.