Economics

Politik um Frauen und Internet und Geld

By 20. Oktober 2014 No Comments

Wir leben in einer verrückten Zeit – da maschieren einige streng in Richtung Tradition und am gleichen Tag revolutionieren junge Anwender mit Apple die Finanzwelt mit dem Fingerprint. Herrlicher hätten die beiden Meldungen heute nicht kommen können, zumal mein Netzwerk EWMD am Freitagabend in Brüssel der EU Kommissarin Vivienne Reding den Award „She made a difference“ verliehen hat, da Frau Reding sich nachhaltig für die Frauen eingesetzt hat und auch ein Treiber der Quote ist. Wie schön, dass der Herausgeber des Handelsblattes so ein gutes Gefühl für Timing hat – und ein Herz für alternde Politiker.

Meldung 1

Die Funktionäre von CDU/CSU haben Schwierigkeiten, sich in der Moderne einzufinden. Angesichts sich eintrübender Konjunktur fordern sie, die Berufung von Frauen in Führungspositionen aufzuschieben. Dies sei eine „Belastung für die Wirtschaft“, so der parlamentarische Geschäftsführer der Union. Offenbar bildet die Politik ein Biotop für Einfaltspinsel.

Meldung 2

Apple startet heute in den USA seinen neuen Bezahldienst Pay. Dafür muss man das iPhone beim Einkaufen vor ein Lesegerät halten, bezahlt wird dann per Fingerabdruck. Apple hat bereits zum Start zahlreiche US-Unternehmen zum Mitmachen verpflichtet, zum Beispiel McDonald’s. Die Finanzindustrie sollte heute ihre Antennen von Senden auf Empfangen stellen. Die digitale Revolution marschiert – nun auch im Finanzdistrikt.

Wahrscheinlich werden viele weibliche Fingerprints den Kauf über das Iphone auslösen und die Wirtschaft beglücken. Aber ich brauche es ja nicht immer zu wiederholen, Unternehmen mit mehr Frauen im Management (ich spreche nicht von einer Frau im Vorstand) haben ein besseres Klima und eine bessere Profitabilität … siehe Studien auf EWMD. Man kann mit der Zeit gehen oder stehenbleiben. Europa und vor allem Deutschland steht lieber.

In Brüssel sitze ich in einem herrlichen Kaffee EXKI – voll bio – aber take away. Gibt es seit 2001. Wifi frei für 30 Minuten – auf die Toilette geht man mit dem Code auf dem Kassenzettel. Herrlich diese Mischung aus gut, gesund, und digital sortiert. Gibt es in vielen Ländern, nur halt nicht in Deutschland. Da dominiert uns nur Starbucks und Kamps.