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Homage to Ruth Cohn

By 24. Februar 2010 No Comments

Ruth Cohn died 20th January in Düsseldorf, Germany. She is a remarkable women in creating an idea about living learning. Read more in wikipedia
Though her work started in the US – she is not very much known there. Most of her publications and workshops are well known in Germany and Switzerland, where she lived in her later life.

Fleeing Nazi-Germany in 1940, Cohn emigrated to the United States, where she opened a private practice in psychotherapy in New York City, migrating her practice from classic psychoanalysis toward experiential therapy.

She also had contact to Gestalt therapy. This is an existential–experiential form of psychotherapy that emphasizes personal responsibility, and that focuses upon the individual’s experience in the present moment, the therapist-client relationship, the environmental and social contexts of a person’s life, and the self-regulating adjustments people make as a result of their overall situation.

Gestalt therapy was developed by Fritz Perls (also a German Jude from Berlin) with his wife Laura Perls and Paul Goodman in the 1940s and 1950sViele haben noch nie von ihr gehört, aber indirekt in vielen Seminaren ihren Geist gespürt. Ruth Cohn ist am 30. Januar 2010 in Düsseldorf verstorben. Ruth Cohn wurde 97 Jahre alt und hat ein Lern-Konzept zur Kommunikation in Gruppen entwickelt, das unter dem Begriff TZI bekannt wurde (Themenzentrierte Interaktion). Sicherlich ist sie geprägt von ihrer eigenen Geschichte. Als Jüdin musste die geborene Berlinerin aus Nazi-Deutschland fliehen, ging dann in die Schweiz, später in die USA, wo sie zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Psychologen-Szene wurde. Hier kam Sie auch in Kontakt mit „Gestalt“ und anderen Konzepten, die sich alle miteinander verbinden. 1974 ging sie in die Schweiz zurück und in den letzten Lebensjahren hat Sie bei einer Freundin in Düsseldorf gewohnt.

Wichtig für mich an Cohns Konzepten ist die Wertschätzung, das Zulassen, das Hinhören. Neben dem Sachthema steht auch immer das einzelne Individuum und die Gruppe als solche mit ihren menschlichen Bedürfnissen, Befindlichkeiten und Dynamiken. Es geht bei TZI nicht nur darum, dass die Inhalte vermittelt werden, sondern das auch die Beziehung der Sprecher zueinander eine Rolle spielt.

Das Humanistische Interaktionsmodell TZI wird vom Ruth-Cohn-Institut weitergetragen. Die wichtigsten Stichworte (mehr und ausführlich auf Wikipedia)

Das Konzept der TZI basiert auf drei Axiomen

Autonomie
„Der Mensch ist eine psycho-biologische Einheit. Er ist auch Teil des Universums. Er ist darum autonom und interdependent. Autonomie (Eigenständigkeit) wächst mit dem Bewusstsein der Interdependenz (Allverbundenheit).“

Wertschätzung
„Ehrfurcht gebührt allem Lebendigem und seinem Wachstum. Respekt vor dem Wachstum bedingt bewertende Entscheidungen. Das Humane ist wertvoll, Inhumanes ist wertbedrohend.“

Grenzen erweitern
„Freie Entscheidung geschieht innerhalb bedingender innerer und äusserer Grenzen. Erweiterung dieser Grenzen ist möglich.“

Die Axiome führen zu den Postulaten:

• Sei deine eigene Chairperson, die Chairperson deiner selbst!.
• Störungen haben Vorrang! (im Sinne von „nehmen sich Vorrang“)
• „Verantworte dein Tun und Lassen – persönlich und gesellschaftlich!“

ICH: die einzelnen Personen mit ihren Anliegen und Befindlichkeiten
WIR: die Gruppe, das Miteinander der Personen (Interaktion)
ES: die Aufgabe, das Ziel der Gruppe
Globe : das organisatorische, physikalische, strukturelle, soziale, politische,
ökologische, kulturelle engere und weitere Umfeld der Gruppe

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