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How to calculate substainablity right?

By 25. Februar 2010 No Comments

Die Idee einer ökologischen Kläranlage fanden seine Vorgesetzten bei John Deer in Mannheim zwar von Beginn an gut – allerdings nur, wenn sie sich auch rechnet. Hartmut Bauer, Chef der Umweltabteilung, wurde mit seiner Kläranlage dem Anspruch gerecht: Die Abwasserentsorgung ist nicht nur umweltschonend, sondern auch um die Hälfte billiger als ein chemisches Klärwerk. Sie schaft 10 Kubikmeter Wasser pro Tag. „Trinkwasser wird in der Zukunft ein kostbarer Schatz sein“, so Bauer.

Im Namen von John Deere hat er deshalb das Klärdach patentieren lassen und will es nun in großem Stil vermarkten. Rhine River Clean Up soll es heissen. Was ist neu daran? Bauer entwickelte die erste Pflanzenkläranlage, die keine großen Felder benötigt, sondern auf jedes Hausdach passt. Artikel und Grafik im  Handelsblatt Öko-Dach klärt Wasser ohne Chemie

Für viele Firmen ist die Rechnung nicht so ganz einfach: Es geht um CAPEX und OPEX. Der Kostenvorteil ergibt sich oft nur in einer Langzeitbetrachtung, da die Betreiberkosten (Opex) oft viel geringer sind, aber der Invest (Capex) hoch ist. Viele Firmen erhalten nur dann eine Genehmigung zum Neubau, wenn der Return on Invest (ROI) sich in 2 Jahren auszahlt. Das ist sehr kurz für eine Kläranlage, die wohl 30 Jahre aktiv bleiben kann. Das Kapital wird aber hier eingesetzt für Anlagevermögen, das nicht zur Produktion gehört. Es wird genutzt, um die Kosten zur Abwasserklärung günstig zu halten (und somit den EBIT zu steigern). Hier stehen sich meiner Ansicht nach immer zwei Konzepte im Weg: Shareholder Value – mit optimalem Cash-Einsatz zur Produktivität und dem Nachhaltigkeitsansatz, der aber über einen längeren Zeitraum schaut (also z.B. auf die nächsten fünf Jahre). Dieser Blick ist eher Unternehmerfamilien eigen, die nicht jedes Jahr den Profit der Firma als Dividende sehen wollen, sondern langfristig investieren. So kann ein Nachhaltigkeitskonzept gut für die Umwelt und auch gut für die Kostenersparniss sein. Die Entscheidung treffen in beiden Fällen immer die Eigner des Unternehmens, die Manager halten sich nur immer an die vorgegebenen Kennzahlen. Die lauten heute CASH und morgen wieder EBIT.

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