Innovation

Innovation und Patente – deutscher Komplex?

By 27. November 2006 No Comments

Bei einer Veranstaltung der Friedrich Naumann Stiftung (FDP) am Samstag im Technologie Park in Köln stellte NRW-Forschungsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP) stolz sein Konzept für Neuerungen in NRW vor und betonte, wie wichtig es ist, dass auch in NRW endlich mehr Patente registriert würden. Das setzte er in einem Atemzug mit Innovationsklima NRW gleich und untermauerte dann seine Ideen, NRW bis 2015 zum „Innovationsland Nr. 1“ machen zu wollen. Soweit so gut. Mir erschient das merkwürdig, dass man mit mehr Forschungsgelder auch gleichzeitig mehr Patente und damit mehr Innovation Deutschland generieren kann. Lobbyring lässt grüßen? Welche Uni hat den da die Hand aufgehalten?

Dabei geben die großen deutschen Firmen in Gesprächen ganz offen zu, dass Sie keine Patente mehr anmelden, da diese dann veröffentlicht sind und damit weltweit einsehbar. Solange der Klau in China noch so verbreitet ist, wird dieser Trend sicher auch anhalten, man hat ja schließlich gelernt. Außerdem ist ein Patent noch keine Lizenz zum Gelddrucken. Wissen kann man auch ohne Patente am Markt nutzen und schnell in Produkte umsetzen – oder was bedeutet noch mal Innovation ?
Die Diskussion schwappt schon das ganze Jahr über die Nation und es gibt einige interessante Beiträge im Netz – angefangen mit dem BMBF, die mit Ihrer Exzellenzinitiative gleich 1,9 Mrd. Euro für Hochschulen zur Verfügung stellen. Spannend zu dem Thema auch der Bericht in Heise vom Mai 2006 – mit der Frage, ob ein gut funktionierendes Patentsystem auch Wettbewerbsfähigkeit und Innovation bedeutet. Für und wider Patente diskutiert man auch im IT Blog zum Thema Software-Patente – Blockade oder Schutz ? Markus Gottschalk hat in seinem Block auch die Frage gestellt, was denn Innovation eigentlich bedeutet …..

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