FrauenInnovation

Innovation von Erfindern? 9. November !

By 9. November 2006 No Comments

Weder GSM-Mobiltelefone noch Notebooks würden heute existieren, hätten sich die Wiener Filmschauspielerin Hedy Lamarr und der amerikanische Avantegardemusiker George Antheil im Sommer 1940 nicht auf einer Dinnerparty in Hollywood kennengelernt. Das wäre Stoff für eine Krimi – mit Militär – Tornados und wie kann mit der richtigen Frequenz eine Störung vermeiden ….. Story der Erfinderin und anderer toller Frauen

Aber so wie es Hedy Lamarr erging – so auch vielen anderen, die eine tolle Erfindung gemacht haben. Hedy war einfach zu schön, zu bekannt und SCHAUSPIELERIN. Das amerikanische Militär hat sich wahrscheinlich gar nicht erst die Mühe gemacht, diese Erfindung des „Frequency Hopping“ zu verstehen. Das Patent lief dann von 1942 und dann irgendwann aus – und erst in den 80er Jahren entdeckte man diese Idee wieder neu für die friedliche Nutzung.

Das Geheimnis: Zu der Erfindung war es gekommen, als sie und der Komponist George Anteil eines seiner Werke für 16 Klaviere synchronisieren wollten. Das Konzept erlaubt nämlich nicht nur eine schnelle, abhör- und störungssichere Datenübermittlung per Funk, es ermöglicht darüber hinaus die gemeinsame Nutzung von Funkfrequenzbereichen durch eine große Anzahl unabhängig voneinander kommunizierender Funkteilnehmer. So kam die Erfindung einer schönen Schauspielerin dann doch noch in die Umsetzung und wurde somit zwar verspätet als Innovation bezeichnet.

Da diese Innovation nun verspätet ganz andere Leute reich gemacht hat – sie aber leer ausging, hat man ihr zumindest Ehre angetan. Dave Hughes, einem glühenden Verehrer Lamarrs, und seiner unermüdlichen Lobbyarbeit ist es zu verdanken, dass alle Hersteller von Funktechnologien Lamarrs Entwicklung letztendlich doch würdigten: Der Tag der Erfinder wird ihr zu Ehren an ihrem Geburtstag am 9. November gefeiert.

Mich interessieren die Biographien von Erfindern und den Menschen hinter den Innovationen – von Babywindeln bis Faxgeräte, von Ameisen bis Biothech ….
Mit dem Buch „The Medici Effect“ hat Frans Johansson nicht nur das Thema angesprochen, wer innoviert, sondern auch, welche Rahmenbedingungen brauchen Firmen, um ihre klugen Köpfe auch zu erkennen und zuzulassen. Viele werden als Spinner abgetan, da alles Neue ja bekanntlich den Standard stört. Celemi hat aus dem Buch eine Simulation entwickelt, die „The Medici Game“ heißt … Wollen Sie mithelfen, Stories über Innovationen aus Europa und Deutschland zu sammeln? Und nicht nur von Männern – dann kann es ja losgehen am 9. November mit Hedy Lamarr …. lassen Sie sich auf dem weblog inspirieren … Stories about breakthrough insights at the intersection of fields, disciplines and cultures based on the book The Medici Effect (www.themedicieffect.com).

Leave a Reply