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Leadership

By 30. März 2010 No Comments

Simulationen und Planspiele bieten nicht nur eine interaktive Plattform für strategisches Denken und Unternehmertum, sondern geben gute Einblicke in das Thema situatives Führen.

Die Herausforderung in allen Planspielen besteht darin, dass das Team gleichberechtigt ist und es keinen Chef gibt. Das Team muss sich also selbst organisieren. Es kristallisiert sich schnell heraus, wer das Kommando übernehmen will und wer eigentlich erst mal abwartet was passiert.

Es geht gleich los um Strukturen zu bauen: zunächst wird die Lage geprüft  und eine Hypothese aufgestellt, was wohl als nächstes zu tun ist. Dann versucht man, sich darüber Gewissheit zu verschaffen (Daten, Info etc.). Daraus entwickelt das Team dann Szenarien, was wäre wenn. Wenn sich alle über Risiken und Chancen im Klaren sind, wird eine Strategie gemacht, an der alle gemeinsam arbeiten wollen. Aber das ist schwieriger, als man denkt, denn …

wenn es nun an die Umsetzung geht, zeigt sich schnell, ob die Strategie von allen so verstanden wurde, wie sie geplant war. Kommunikationsstress entsteht, Zeitdruck ist da, Dinge wurden nicht verstanden. Jetzt zeigt sich schnell die Persönlichkeit der Teilnehmer, Umgang mit Unsicherheit, zwanghaftes kontrollieren, Angst vor Versagen, Dominanz und Übergriffigkeit. Man kann mit allem rechnen.

Wertvoll für den Teilnehmer ist es, wenn ein Coach sein Verhalten beobachtet und im Spiel noch eine Reflektion macht wird. „Halt – warte mal, was war das gerade? …“ die Situation ist noch frisch und kann sofort in der Gruppe besprochen werden. Es gibt ja immer einen, der etwas tut, und die anderen, die es geschehen lassen. Es werden beide Seiten reflektiert. So lernt das Team nicht nur Dinge über Steuerung, sondern auch sehr viel über sich selbst. Im Anschluss an das Seminar kann der Coach jedem Teilnehmer in einem geschützten Zweiergespräch Dinge sagen, an denen er/sie in Zukunft arbeiten soll, um als Führungskraft anerkannt zu werden und einen leichteren Zugang zu seinen Kollegen zu findet. Sozialkompetenz erlernt man nur durch Feedback und wohlwollendes Miteinander umgehen.

Situatives Führen ist in der Theorie immer sehr einfach und einleuchtend, jeder arbeitet an den Themen, die er/sie am besten kann und berichtet im Team und bringt seine Expertise ein. Aber in der Realität sieht es oft anders aus. Vor allem, was passiert, wenn keiner eine Ahnung von Finanzen hat und jeder Angst hat, eine Bilanz zu erstellen? Dann muss es gelernt, ausprobiert und getestet werden. Genau dafür sind Planspiele da – ausprobieren von neuen Situationen, Rollen und Prozessen.

Cenandu stellt erfahrene Coaches für Planspiele vor.

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