Economics

Was ist eigentlich das Fair Value Prinzip der Bilanzierung nach IFRS?

By 10. Oktober 2008 No Comments

Die IFRS Rechnungslegung soll dem Investor den Wert des Unternehmens zu Marktwert darstellen. Im alten HGB Gesetz stand und steht der Anschaffungswert im Mittelpunkt, also eine rückwirkende Betrachtung, beim IFRS steht die Zukunft im Fokus – wie entwickelt sich der Wert. Das wird als Fair für den Investor betrachtet und erhielt deshalb diesen Namen.

Wie schwierig es jedoch mit der Bewertung ist, diesen „Fairen Wert“ festzulegen, wenn der Markt so stark in Bewegung gerät, zeigen die Presseberichte der Banken. Anbei eine aktuelle Pressemeldung von der Bank Oppenheim Sept. 2008.

Wichtig bei der aktuellen Lage ist, welche Werte zieht man zur Bewertung eines Unternehmens heran, und hier gilt nach wie vor: Der Cash-Flow ist die einzige wirkliche Information über den realen Umsatz und den erzielten „Gewinn“. Deshalb sollte auch bei allen Schulungen mehr das operative Geschäft und die Einflussmöglichkeiten der Akteure im Vordergrund stehen, als die komplizierte Wertberichtigung über IFRS, die dann ggf. zu Abschreibungen führt und Wertverlust bedeutet. Die wichtigste Frage ist immer noch: Was tun wir heute, wie generieren wir Umsatz, wie reduzieren wir die Kosten, wo entsteht Mehrwert für den Kunden, in welche Richtung sollte R&D betrieben werden, was nimmt der Markt uns morgen noch ab.

Das online-Buch von Kerstin Lopatta: Goodwillbilanzierung und Informationsvermittlung nach IFRS, zeigt doch recht anschaulich die Breite des Themas, nachvollziehbar dargestellt.

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